55 Entscheide deine Zukunft – hier! Wir bilden ab September 2026 in folgenden Berufen aus: Hotelfachfrau/-mann (m/w/d) Hotelkauffrau/-mann (m/w/d) Köchin/Koch (m/w/d) Wir bieten dir: • abwechslungsreiches Tätigkeitsfeld • herzliches, familiäres Team • • geregelte Arbeitszeiten • Weiterbildungsmöglichkeiten • Mitarbeiterbenefits: sicherer Arbeitsplatz freie Parkplätze, kostenfreie Getränke wie Wasser und Kaffee, Vergünstigungen bei Physiotherapie und Kosmetik, Mitarbeiterevents • Übernahmemöglichkeit nach der Ausbildung Wir freuen uns auf Dich! Kontakt: Kneipp-Kurhaus St. Josef z. Hd. Frau Pirone-Müller Adolf-Scholz-Allee 3, 86825 Bad Wörishofen pirone@kneippkurhaus-st-josef.de 54aauussbbiilldduunngg iimm ffookkuuss© adobe.stock; KundraGiorgio Maugeri macht im Kneippkurhaus St. Josef in Bad Wörishofen eine Ausbildung zum Hotelfachmann. Er ist im zweiten von drei Lehrjahren und fühlt sich sehr wohl in der Rolle des Allrounders.Warum hast Du Dich für die Ausbildung zum Hotelfachmann entschieden?Ich komme aus einer Gastgeber-Familie. Meine Eltern hatten schon eine Eisdiele, Hotels in Planegg und Wessling, ein Res-taurant in Bad Wörishofen und aktuell hat meine Mutter ein kleines Hotel in Mindelheim. Ich fand das immer cool, weil ich schon als Kind Menschen aus der ganzen Welt kennen-gelernt habe, die von schönen Orten erzählt haben. Darum bin ich wahrscheinlich nach meinem Fachabitur auch erst-mal durch Europa gereist. Zwischendurch habe ich bei meiner Mutter mitgearbeitet. Darum wusste ich gut Bescheid, was zur Arbeit im Hotel gehört. Mir macht das Spaß. Kurz hat-te ich noch überlegt, eine Ausbildung zum Koch zu machen, aber ich bin doch eher der geborene Gastgeber und Allroun-der. Darum habe ich mich für eine Ausbildung als Hotelfach-mann beworben.Du machst Deine Ausbildung in einem der traditionsreichsten Hotels in Bad Wörishofen, im Kneippkurhaus St. Josef. Wie kam es dazu?Ich wohne in Bad Wörishofen und habe mir das einfach an-geschaut. Was ich gesehen habe, hat mir gut gefallen, also habe ich mich einfach beworben. Schon am nächsten Tag kam eine Rückmeldung mit einer Einladung zu einem Ge-spräch. Das war super. Alle waren richtig nett, haben mir er-zählt, was ich in der Ausbildung alles machen würde, wie die Arbeitszeiten sind, was ich verdiene und alles, was wichtig ist. Ich fand das richtig gut, also habe ich dort angefangen. Jetzt bist Du schon im zweiten Lehrjahr. Wie gefällt Dir die Ausbildung?Ich war schon im Housekeeping, im Service und gerade ar-beite ich in der Küche. Und genau das finde ich so toll als Hotelfachmann. Du bist halt überall; ein Mann für alles. Am besten finde ich bisher den Service. Da bin ich unter Men-schen, kann mich mit den Gästen unterhalten und viel or-ganisieren. Wir haben im St. Josef viele Events. Letztes Jahr habe ich zum Beispiel für das Wine & Dine dekoriert. Wenn ich alles vorbereite und es den Gästen am Ende gut gefällt, geht mir das Herz auf und ich bekomme viel zu-rück. Klar gibt es Tage, da ist es viel, aber ich kann hier immer fragen und alle helfen mir, auch bei Fragen zu den Prüfungen. Im Hotel arbeiten einfach alle als Team zusam-men – Hand in Hand. Was braucht man, um ein richtig guter Hotelfachmann zu werden?Ich bin ein sehr offener Mensch, immer freundlich, immer ein Lächeln; mit mir reden die Menschen gerne. Und ich glaube, das ist ganz wichtig: man muss mit Menschen zu-rechtkommen, eine gute Menschenkenntnis und Interesse haben. Manche schütten einem ihr Herz aus oder erzählen von ihren Krankheiten, andere sind eher still. Jeden muss man nehmen, wie er ist, und ich habe schon viele coole Sto-ries von den Gästen gehört. Lernst Du in der Ausbildung, mit Menschen und Kulturen umzugehen?In der Berufsschule lernen wir, verschiedene Gästetypen zu unterscheiden, zu verstehen und mit ihnen umzugehen. Außerdem lernen wir viel über andere Kulturen und was Menschen aus Asien, Osteuropa oder den USA im Urlaub erwarten. Zum Beispiel mögen die Asiaten sehr die großen Sehenswürdigkeiten, und die Amerikaner die Partys und tra-ditionellen Feste. Da muss man schon wissen, was es in der Umgebung gibt und wen man am besten wohin schicken kann. Außerdem muss man unbedingt gut Englisch sprechen.Muss man als Hotelfachmann viel planen und organisieren?Ja, definitiv. Du machst auch Dienstpläne und musst schnell reagieren, wenn zum Beispiel jemand ausfällt. Oder wenn man Events organisiert, muss man genau planen, wen und was man braucht, und dann muss alles rechtzeitig kommen. Da muss man den Überblick behalten und vor allem die Ruhe bewahren, wenn es mal hektisch wird. Ich glaube, meine Stärke ist, dass ich immer ruhig und entspannt bin. Wie ist das in Deiner Ausbildung mit den Arbeitszeiten?Man muss sich auf jeden Fall auf flexible Arbeitszeiten ein-stellen, weil man im Schichtdienst, am Wochenende und an Feiertagen arbeitet. Natürlich bekommt man dafür dann auch wieder frei, aber man hat einen anderen Rhythmus als vielleicht Freunde oder Familie. Mir macht das überhaupt nichts aus, und meine Arbeitszeiten im St. Josef sind gut: ich fange nie früher als 6.30 Uhr an und jetzt in der Küche arbei-te ich nur bis 19.30 Uhr. Kollegen in anderen Hotels arbeiten oft bis 23 Uhr oder länger.Was kommt als nächstes in Deiner Ausbildung?Ich werde noch an der Rezeption und im Bereich Marketing und Werbung mitarbeiten. Das St. Josef ist zum Beispiel im Bereich Social Media auf Facebook und Instagram aktiv. Da posten wir immer etwas über unsere Events oder zu beson-deren Anlässen. Da kann ich bestimmt viel machen, weil ich etwas Erfahrung habe über das Hotel meiner Mutter. Wir haben alles selbst gemacht: Flyer, Website, Google Ads und noch viel mehr.Was ist das Beste an Deinem Beruf?Richtig toll ist, dass man mit dem Beruf eigentlich überall auf der Welt arbeiten kann. Als Kind aus einer Hotelfamilie kennst Du die Branche schon lange. Was hat sich verändert?Es ist alles viel digitaler geworden. Früher haben meine Eltern alles auf Zettel geschrieben, jetzt geht alles über Touchpads direkt in die Küche oder an die Bar. Die Gäste buchen viel mehr online, schauen sich vorher alles in der 360-Grad-Ansicht an, und man muss nicht mehr so viele Fra-gen beantworten. Ich habe in einem Restaurant in München schon Service-Roboter gesehen. Das ist echt lustig, wenn ein Mini-Roboter an den Tisch kommt und dein Essen bringt. Für den Service ist das eine große Hilfe, wenn du einen großen Tisch hast, und nicht ständig hin- und herlaufen musst. Der Roboter kann acht Teller tragen.Was hast Du für Pläne nach Deiner Ausbildung?Auf jeden Fall möchte ich ein paar Monate im Ausland arbei-ten und Erfahrungen sammeln. Außerdem werde ich sicher meiner Mutter im Hotel helfen, und irgendwann möchte ich selbst etwas aufmachen. Vielleicht erst ein kleines Restau-rant und später ein Hotel. Ideen habe ich schon ganz viele.Text + Fotos: Anja Wilde Giorgio MaugeriDIE WELT KOMMT ZU BESUCH